Sebastian Windeck, Unternehmer
„Projektkrimis lösen wir immer auf!“Sebastian Windeck übernimmt den Familienbetrieb in Kloster Lehnin bei Berlin von seinem Vater Oliver. Der 30-Jährige führt diesen nun mit 160 Mitarbeitenden in fünfter Generation. Sein Ururgroßvater Schlossermeister Otto Windeck hat mit einer Schmiede das Unternehmen aus der Taufe gehoben. Bereits seit dem 18. Jahrhundert steht die Familie in der Tradition des Schlosserhandwerks. In Erinnerung ist Otto Sebastians zweiter Name – die Familienbande verpflichten nicht nur, in turbulenten Zeiten können sie Halt geben. „Ich finde die Veränderungen in der Baugesellschaft aktuell sehr spannend“, sagt der Wirtschaftsinformatiker.
metallbau: Welche Veränderungen der Bauwirtschaft haben für Ihren Betrieb am meisten Relevanz?
Sebastian Windeck: Wir merken den Rückgang der Baukonjunktur und damit verbunden steigende Baupreise. Allerdings erhöht sich deshalb nicht unbedingt die Bausumme eines Projekts, viele Aufträge werden „on-hold“ gesetzt – das geschieht unberechenbar und wie lange die Pause dauert, ist manchmal auch nicht absehbar. Das Warten fordert zusätzliche Kapazitäten und Absicherungen. Wir müssen uns immer wieder neu in diese Projekte hineindenken. Das kostet Energie.