Zulieferer

Hella zieht Jahresbilanz

2024: 8 Mio. Euro über Vor-Covid-Umsatz

Andreas Kraler.
Foto: Hella

Andreas Kraler.
Foto: Hella
„Die Baubranche befindet sich seit 2021 in einer anhaltenden Rezession“, erklärt Andreas Kraler, geschäftsführender Gesellschafter der Hella-Gruppe. „Die Folgen dieser Rezession sind nun wie prognostiziert zeitverzögert auch in der Sonnenschutzbranche angekommen.“ Nachdem das Unternehmen in den ersten beiden Quartalen 2024 seine Umsatzziele noch erreicht hatte, blieb das zweite Halbjahr hinter den Erwartungen und brachte nach einem massiven Einbruch von Baugenehmigungen in ganz Europa einen Umsatzrückgang von gesamt 13,4 Prozent. „Wir haben in den Jahren der Pandemie und den von Niedrig- bis Nullzinspolitik geprägten Bauboomjahren die erhöhte Nachfrage in Umsatzrekorde ummünzen können. 2024 liegen wir mit unserem Umsatz etwas über den Niveaus der Vorkrisenjahre.“
Die Reduktion von 1.300 auf 1.200 Mitarbeitende im letzten Jahr erfolgte wesentlich durch natürliche Fluktuation und Anpassung der saisonalen Arbeitskräftekapazitäten an das Produktionsvolumen.

Einbruch im Wachstumsmarkt Deutschland am stärksten

Hella setzt auf mehrere Vertriebskanäle in neun Ländern. Deutschland ist der größte Markt der Unternehmensgruppe und außerdem wichtigster Wachstumsmarkt. Etwa die Hälfte des Gesamtumsatzes kommt aus der Bundesrepublik. „Den steigenden Preisdruck in der Baubranche spürten wir 2024 vor allem im zweiten Halbjahr mehr denn je“, resümiert Kraler. „Als Premiumanbieter stellen wir unsere Produkte in Österreich und Deutschland nach Maß her. Wir stehen zu unserem Qualitätsbekenntnis – auch und vor allem im Sinne der ökonomischen Nachhaltigkeit.“ Produzieren um jeden Preis, nur um die Auslastung abzusichern, kommt für Kraler nicht infrage, denn dies würde auf lange Sicht nicht der Strategie und Markenpositionierung entsprechen.

Ausblick

Mit Stand Ende Januar 2025 sind bereits internationale Großobjekte mit einem Gesamtauftragsvolumen von insgesamt 25 Millionen Euro beauftragt, bei denen moderne Sonnenschutzsysteme zum Einsatz kommen. So zum Beispiel das „Vierlinden-Quartier“ in Lindau am Bodensee: Auf einer Gesamtfläche von 33.000 Quadratmetern entstehen bis Ende des Jahres 13 Mehrfamilienhäuser sowie moderne Geschäfts- und Bürogebäude mit außenliegendem Sonnenschutz. Um eine energieeffiziente Beschattung zu gewährleisten, werden rund 2.000 Raffstores verbaut und bieten optimalen Sonnenschutz für die zukünftigen Bewohner. In der deutschen Hauptstadt Berlin entsteht mit dem Projekt „Equalizer“ ein markantes Bürohochhaus mit 14 Stockwerken. Ein wichtiger Bestandteil der Fassadengestaltung sind die rund 1.300 Außenjalousien, die für eine optimale Tageslichtregulierung und ein angenehmes Raumklima sorgen. Nach dem Eurovea Tower stattet das Unternehmen weitere Objekte an der Hafen-Skyline von Bratislava aus: Mit „Downtown Yards“ entsteht auf 85.000 Quadratmetern ein urbanes Ensemble aus Apartments, Büros und Geschäftsflächen. In diesem Großprojekt werden über 1.100 Senkrecht-Markisen verbaut.

www.hella.info

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